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TV-Dokumentation: "Sie sind Bürger Israels"Die geheime Ausbildung von jüdischen Soldaten in DeutschlandIn der unmittelbaren Nachkriegszeit lebten in Bayern zehntausende von jüdischen Displaced Persons (DPs) und warteten auf eine Auswanderungsmöglichkeit nach Palästina oder Übersee. Ab 1946 führte die jüdische Untergrundorganisation Hagana - Vorläufer der späteren israelischen Armee - ein geheimes militärisches Ausbildungsprogramm durch, um Holocaust-Überlebende auf den bevorstehenden israelischen Unabhängigkeitskrieg vorzubereiten. Mit den illegalen Offiziersschulen im fränkischen Wildbad, nahe der Stadt Bad Windsheim, und dem Hochlandlager im oberbayerischen Königsdorf befanden sich zwei wichtige Einrichtungen in Bayern. In den beiden Camps wurden einige hundert Rekruten militärisch ausgebildet. Nach Abschluss der Kurse gaben die Männer und Frauen ihr Wissen weiter. Zumeist als Sportlehrer getarnt reisten die frischgebackenen Hagana-Offiziere durch die süddeutschen Displaced Persons Camps und brachten zahlreichen jungen Juden militärische Grundkenntnisse bei. Ab 1948 eröffnete die Hagana zudem in vielen DP-Camps Rekrutierungsbüros. In Franken befand sich diese Meldestelle im Bad Windsheimer Kurhaus. Alle Männer zwischen 17 und 35 wurden zum Wehrdienst für den noch nicht existierenden Staat Israel aufgerufen. Insgesamt 22.000 Holocaust-Überlebende verteidigten ab Mai 1948 den jüdischen Staat aktiv mit der Waffe in der Hand. Einige hatten das militärische Handwerk in Franken oder Oberbayern gelernt. Der Autor Jim G. Tobias spürte knapp ein Dutzend der damaligen Absolventen der Offiziersschulen in Wildbad und Hochland sowie den stellvertretenden Hagana-Kommandeur für Deutschland in Israel auf. Aufgrund ergänzender Recherchen u. a. im US-Nationalarchiv in Washington ist es möglich, die bislang unbekannte Geschichte der geheimen Rekrutierung und Ausbildung von jüdischen Soldaten in Bayern zu erzählen. letzte Änderung: |