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Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V.

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Die Geschichte des Instituts

Seit Anfang Juni 2001 hat mit dem Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts eine neu gegründete Forschungseinrichtung ihre Arbeit aufgenommen. Initiatoren waren die beiden Historiker und Journalisten Jim G. Tobias und Peter Zinke.

Ein Hauptziel des gemeinnützigen Instituts ist es, die kommenden zehn Jahre zu nutzen, in denen Holocaust-Zeitzeugen noch aus erster Hand über Aspekte der Shoa Auskunft geben können. Bei unseren Forschungsaufenthalten in Israel, Deutschland, den USA und Australien sind uns eine Fülle von Materialien, Themen und Autobiografien zugetragen worden, die zumindest hierzulande noch weitgehend unbekannt sind.

Hierfür stehen nachfolgende Beispiele:

Franken war bekannterweise bereits während der Weimarer Republik das Zentrum des Antisemitismus. Dennoch ist dieses Phänomen bislang kaum erforscht.

Die bislang unbekannte Geschichte der Emigration von jüdischen Displaced Persons aus den deutschen DP-Lagern nach Australien (1945-50).

Die Lebensgeschichten von rund vierzig Nürnberger und Fürther Jüdinnen und Juden, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und nach Palästina emigrierten.

Die Tagebuchaufzeichnungen über die Massenvernichtungsstätte Ponary bei Wilna (Litauen) des polnischen Journalisten Kazimierz Sakowicz.

Das hierzulande unbekannte Kapitel der illegalen Hagana-Militär-Ausbildungslager in Bayern in der Zeit zwischen 1946 und 1948.

Zum bisherigen Betätigungsfeld der beiden Institutsgründer:

Jim Tobias hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Filmen zum Thema fränkisch-jüdischer Geschichte gemacht. Im Nürnberger Videoarchiv der Erinnerungen dokumentiert er Biografien Nürnberger Juden. Daneben hat Tobias zu Themen wie Zwangsarbeit oder Arisierung publiziert. Im Sommer 2002 legte er sein Buch über jüdische Displaced Persons in der Region Franken vor. Ende 2003 veröffentlichte Tobias zusammen mit Rachel Margolis die Dokumentation Die geheimen Notizen des K. Sakowicz.

Peter Zinke war zehn Jahre lang rundfunkjournalistisch tätig, hat in diesem Zusammenhang Radioinitiativen mit gesellschaftlichen Randgruppen realisiert, bundesweit Bildungsreisen nach Israel/Palästina durchgeführt und ist Co-Autor des Buches Jüdischer Widerstand in Krakau, das 1999 erschien. Im November 2003 ist sein Buch Flucht nach Palästina - Lebenswege Nürnberger Juden veröffentlicht worden.

Im Oktober 2000 legten Tobias und Zinke das Buch: Nakam - Jüdische Rache an NS-Tätern vor.

Im Dezember 2002 wurde das erste Jahrbuch des Instituts unter dem Reihentitel "nurinst" herausgegeben, seitdem erscheinen jedes zweite Jahr (2004, 2006 ...) Beiträge zur deutschen und jüdischen Geschichte. Seit 2005 gibt es die Reihe Hefte zur Regionalgeschichte, in der lokalgeschichtliche Themen publiziert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten Projekte und Publikationen.

Die Arbeit des Instituts wird von einem Kuratorium begleitet. Dieses setzt sich aus Nürnberger Juden und Jüdinnen zusammen, die emigrieren konnten und heute in Israel sowie den USA leben. Außerdem sind in dem Gremium jüdische Widerstandskämpfer und Holocaust-Überlebende aus Polen vertreten.

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letzte Änderung:  13.05.2009  webmaster: atg-design
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